Das fand ich mutig, als Schützengarten 1993 ein Pils lancierte, ein Jahr nach dem Fall des Bier-Kartells: Das «Billwiller Premium Pils».
Es war im Vergleich zu einem deutschen Pils zwar sehr mässig gehopft, überzeugte mich aber durch seine Frische und dezente Herbe.

Mit dem Bier huldigte Schützengarten jenem Mann, der die Brauerei zum Erfolg führte: Arnold Billwiller. Mit vielen technischen Innovationen steigerte der Brauer die  Bierproduktion, von 7’200 auf über 100’000 Hektoliter.

Dazu installierte er beispielsweise kurz nach ihrer Erfindung eine Kältemaschine  So konnte er auch im Sommer qualitativ gutes Bier produzieren.
Und er baute ein eigenes Wasserkraftwerk im Erlenholz an der Sitter, mit dem er den Eigenbedarf decken und nebenbei die ersten elektrischen St.Galler Strassenlampen mit Strom versorgen konnte. 

Noch heute produziert Schützengarten ihr Bier mit diesem eigenen Strom – Billwiller wirkt also bis heute weiter. Aber leider nicht als Namensgeber für ein Bier.: «Billi» blieb nur kurze Zeit auf dem Markt. Die Schweizer Biertrinker waren anfangs der 90er Jahre noch zu wenig reif für Innovationen jenseits der Stange. 

 


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